Elektrostatische Entladung (ESD)

Elektrostatische Ladungen oder Entladungen (ESD) treten im täglichen Leben häufig auf. So banale Tätigkeiten wie das Entleeren von Kleidungsstücken aus dem Wäschetrockner, das Gehen über einen Teppich oder das Händeschütteln mit jemandem können zu einem plötzlichen Schock oder einem Knistergefühl führen. In diesen Situationen mag ESD nicht so wichtig oder problematisch erscheinen, aber in bestimmten Branchen wie Rechenzentren, Automobil- und Luftfahrtindustrie sowie in der Elektronikfertigung kann Auftreten von ESD katastrophale Folgen haben.

Was ist ESD?

Elektrostatische Entladung (ESD) ist ein kurzer, plötzlicher Stromstoß zwischen zwei Objekten, die unterschiedliche elektrische Ladungen aufweisen. ESD wird oft von einem sichtbaren Funken begleitet und tritt auf, wenn ein Objekt positiv und ein anderes negativ aufgeladen wird. Das positiv geladene Objekt trägt dann eine elektrostatische Ladung, die bei Kontakt mit einem anderen Material übertragen werden kann, was zu einem ESD-Ereignis führt.

Elektrostatische Entladung
Elektrostatische Entladung

Wodurch wird ESD verursacht?

Elektrostatische Entladungen werden in der Regel durch Materialkontakt verursacht. Deshalb kommt es bei alltäglichen Vorgängen wie dem Gehen auf einem Teppich und dem Kontakt mit einer anderen Person vor. Schnelle Luftbewegungen oder zirkulierende Ventilatoren in der Nähe elektronischer Geräte können ebenfalls das ESD-Risiko erhöhen.

Die Hauptursache für ESD ist Staub, und das Sauberhalten kritischer Bereiche kann dazu beitragen, Zwischenfälle zu vermeiden.

Gefahren von ESD in industriellen Umgebungen

ESD kann für Arbeitsumgebungen wie Rechenzentren, Fertigung und Elektronik gefährlich sein und Probleme verursachen wie:

  • Beschädigung exponierter elektronischer Bauteile
  • Beschädigung oder Verlust von Daten in der Elektronik
  • Wirkung als Zündquelle, was zu Bränden oder Explosionen führt
  • Beeinträchtigung des normalen Betriebs von elektronischen Geräten
  • Verursachung von körperlichen Schäden beim Personal, wenn die Entladung aus einer Hochspannungsumgebung stammt

In diesen Umgebungen ist neben einem wirksamen ESD-Kontroll- und -Präventionsplan eine angemessene Schulung und Sensibilisierung für ESD entscheidend.

Elektrostatische Entladung
Elektrostatische Entladung

Wie ESD verhindert werden kann

Elektrostatische Entladungen treten ohne Vorwarnung auf, daher ist Vorbeugung der beste Weg, um das Auftreten von elektrostatischen Entladungen zu kontrollieren und zu reduzieren. ESD kann elektronische Geräte beschädigen. Daher ist es wichtig, in Ihrem kritischen Bereich ESD-Präventionsmaßnahmen vorzusehen, um sicherzustellen, dass Ihre Geräte vor diesen Ereignissen geschützt sind. Die folgenden Maßnahmen können dazu beitragen:
  • Verwenden Sie ESD-sichere Bodenbeläge und Matten, um den Boden in kritischen Bereichen abzudecken
  • Stellen Sie sicher, dass alle Betriebsmittel und Möbel ESD-sicher sind
  • Legen Sie Antistatikmatten auf die Schreibtische, um Geräte vor ESD zu schützen
  • Entfernen Sie alles Unnötige aus kritischen Bereichen
  • Tragen Sie ESD-sichere Schuhe
  • Verwenden Sie bei Bedarf statikreduzierende Verpackungen

Wie hilft Dycem®, ESD zu verhindern?

Dycem® Matten sind so konzipiert, dass sie bis zu 99,9 % der Kontamination durch Füße und Räder und 75 % der Kontamination durch die Luft anziehen, auffangen und zurückhalten und so eine partikel- und staubfreie Umgebung schaffen, die eine statische Aufladung verhindert. Dycem Matten haben einen Oberflächenwiderstand von 10⁸ Ohm, der statische Aufladung effektiv ableitet und das Risiko von Schäden durch elektrostatische Entladung (ESD) verringert. Durch den langsamen und kontrollierten Abfluss von Ladungen zum Boden verhindern statisch ableitende Materialien eine Entladung bei oder durch menschlichen Kontakt.